Sicherheit

Richtlinien FTS

Da Automatische Fahrerlose Transportsysteme dieselben Wege nutzen wie auch andere Fördermittel und Personen, gelten für sie besondere Sicherheitsbestimmungen, die in der Richtlinie [ZH 1 / 473] festgelegt sind. Man differenziert allgemein zwischen fahrzeugbezogenen und anlagenbezogenen Sicherheitskomponenten. Die wichtigste fahrzeugseitige Komponente bilden die Auffahrsicherungen oder Bumper, die an denjenigen Seiten des Fahrzeuges angebracht sind, in die Fahrtbewegungen ausgeführt werden. Sie sind üblicherweise als Notstoppbügel mit Seilzügen und mechanischen oder optischen Schaltern, oder als Kontaktleisten mit Schaumstoff (Softbumper) in verschiedenen Ausführungen auch als Lichtwellenleiter in Schaumstoffstoßfängern ausgebildet. Alle Typen müssen so dimensioniert sein, dass das Fahrzeug innerhalb der Knautschzone zum Stillstand kommt.

Alternativ werden auch virtuelle Bumper in Form von Lichtschranken, Ultraschall und Laserscannern angeboten. Diese Systeme sind relativ neu, haben aber zum Großteil durch die Berufsgenossenschaften über Baumusterprüfungen ihre Zulassung für den Einsatz in automatischen Systemen erhalten.


Bei Staplern oder Gabelhubwagen befindet sich üblicherweise nur an der lastabgewandten Seite ein Bumper, wohingegen an der Gabelseite bei Gabelhubwagen beispielsweise nur eine Kontaktplatte ohne größere Knautschzone angebracht ist, weshalb die Fahrgeschwindigkeit in Lastaufnahmerichtung stark reduziert werden muss. Dies hat sehr große Lastübergabezeiten von bis zu einer Minute zur Folge. Für Kurvenfahrten oder Seitwärtsfahrten müssen die Fahrzeuge mit seitlichen Kontaktleisten versehen sein. Um in engen Arbeitsgängen operieren zu können, sind diese erheblich schmaler als die Bumper vorn und hinten ausgeführt. Daher wird für Kurven- oder Seitenfahrten ebenfalls die Geschwindigkeit reduziert.

Weitere fahrzeugbezogene Komponenten sind Notstopptasten, eine Fahrbereitschaftsanzeige, Fahrtrichtungsanzeiger und Hupen. Anlagenbezogene Sicherheitskomponenten sind seitliche Freiräume, 100 mm im automatischen System ohne Personenverkehr, 500 mm einseitig bei gleichzeitigem Personenverkehr, darüber hinaus Fahrbahnmarkierungen und Ampeleinrichtungen. Auch in der Anlagensteuerung sind Sicherheitskomponenten enthalten, wie beispielsweise eine Blockstreckensteuerung oder Vorfahrtsregeln.

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